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für uns übersetzt und zusammen gefasst von Susanne Wagner:
An der Michigan State University wurde eine interessante Studie durchgeführt. Es ging um das Thema:
Untersuchung über die Auswirkung von positiver Verstärkung auf das Erlernen einer angsteinflößenden Aufgabe: Eine Versuchsstudie mit Pferden
Ein Forscherteam aus der Abteilung für Tierwissenschaften und der Akademie für Landwirtschaft und Naturressourcen der Michigan State University untersuchte die Unterschiede im Lernverhalten von Pferden. 34 Pferde standen dem Team 2007 in zwei Gruppen zur Verfügung, um das Erlernen von neuen, ihnen angsteinflößenden Aufgaben (in diesem Fall das Überqueren einer Plane) zu beobachten. Die erste Gruppe wurde unter Anwendung von negativer Verstärkung (NV) über die Plane geführt. Bei der zweiten Gruppe wurde während der Aufgabe negative Verstärkung mit positiver Verstärkung (NV+PV) ergänzt.
NV bedeutet das Weglassen eines negativen Reizes. Zögerte das Pferd oder ging es während dieser Versuchsstudie rückwärts, wurde der Strick bzw. das Halfter des Pferdes stramm gezogen (negativer Reiz). Wenn das Pferd einen Schritt vorwärts ging, wurde der Druck aufgehoben. Der Prozess wurde wiederholt, bis das Pferd das gewünschte Gelassenheitskriterium zeigte (hier: das Pferd überquerte die Plane ohne bzw. mit nur geringer offensichtlicher Angst).
Für die NV+PV (positive Verstärkung = Hinzufügen eines positiven Reizes) wurde das Pferd, immer wenn es voran ging, von dem Druck auf Halfter bzw. Strick befreit und zusätzlich mit Hafer und verbalem Lob belohnt.
In dieser ersten Studie in 2007 konnte kein Unterschied im Lernverhalten der beiden Gruppen festgestellt werden.
2008 standen für eine Nachuntersuchung und abschließende Auswertung noch 13 Original-Studienpferde zur Verfügung, von denen jeweils 6 bzw. 7 Pferde der NV- bzw. NV+PV-Gruppe zugeteilt gewesen waren. Die Pferde wurden am selben Ort und mit identischem Betreuer erneut über die Plane geführt, diesmal allerdings nur unter Verwendung von NV.
Untersucht wurden die zeitlichen Unterschiede bei der Bewältigung der Aufgabe einerseits bezüglich der Überquerung der Plane und andererseits bezüglich der Zeit, die die Pferde benötigten, um das festgelegte Maß an Gelassenheit zu erreichen. Es wurde während dieser zweiten Untersuchung in 2008 eine deutliche Auswirkung des Trainings von 2007 auf die Erinnerung der Pferde an die Aufgabe festgestellt: Die Pferde aus der NV+PV-Gruppe überquerten die Plane schneller als in 2007 und erreichten auch das Gelassenheitskriterium in besserer Zeit.
Im Gegensatz dazu konnte diese Lern-Erfahrung für die andere Gruppe (NV) nicht festgestellt werden. Diese Pferde zeigten keinen Unterschied in der Zeitmessung bei der Überquerung der Plane zum Vorjahr. Um das Gelassenheitskriterium zu erreichen, benötigten die Pferde aus der NV-Gruppe in 2008 sogar länger als in 2007.
Folgen für das Wohlbefinden von gerittenen Pferden Die Studie zeigt, dass eine Förderung des Langzeitgedächtnisses von Pferden auf jeden Fall möglich ist, wenn eine Aufgabenstellung zunächst mit positiver Verstärkung verbunden ist. Es widerlegt auch die Befürchtungen, dass immer weitere Futter-Belohnungen nötig sind, damit Aufgaben weiterhin korrekt ausgeführt werden. Es sollten daher weitere Untersuchungen mit einer größeren Bandbreite an Aufgabenstellungen durchgeführt werden.
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| [studie usa] |